Einer der wichtigsten Technologietrends für Unternehmen in naher Zukunft liegt im Be-reich Unified Communications. Wenn Messa-ging, Mail und Conferencing verknüpft werden, steigt die Produktivität der Mitar-beiter. Die Lösungen sind jetzt ausgereift, die Anwender sind aber noch skeptisch.
Im Moment herrschen in der Kommunikations-infrastruktur deutscher Unternehmen Insel-lösungen vor. Die Vernetzung von text- und sprachbasierten Lösungen zu einem System im Sinne von Unified Communications (UC) ver-spricht ein großes Potenzial, so eine Studie von Experton. So bemühen sich IT- und Netzwerk-anbieter seit langer Zeit IP-Telefonie, E-Mails und Messaging in die zentralen Geschäfts-prozesse der Unternehmen zu integrieren.
Unified Communications integriert die bisher voneinander isolierten Kommunikationsmittel wie Telefon, Web-, Video- und Audiokon-ferenzen, Instant Messaging, E-Mail, Fax, auf dem PC und mobilen Endgeräten. Zusätzlich informieren Presence-Funktionalitäten über die Erreichbarkeit einer Person. Als technologische Basis von UC kristallisieren sich die IP-Netze heraus.
Doch die Anwenderunternehmen sahen bislang wenig Sinn darin, ihre alten Telefonanlagen vor Ablauf des Lebenszyklus auszutauschen. Trotz der klaren Vorteile durch integrierte Kommuni-kationskanäle wie beispielsweise effizientere Kommunikation, erhöhte Produktivität und Er-reichbarkeit des Anwenders, scheuten bislang Anwenderunternehmen die Investitionen. Sicherheitsbedenken und technischen Mängel, werden oft als Begründung angeführt. Viele Kinderkrankheiten der Technologien aber gelten heute als faktisch behoben, und die führenden Anbieter von Unified Communi-cations-Lösungen haben zum Großteil ihre Hausaufgaben gemacht. | | Dennoch ist eine Einführung nicht aus dem Stand zu bewerk-stelligen, die IT-Infrastruktur muss auf dem neuesten Stand sein, auch existieren bis heute keine einheitlichen Standardschnittstellen.
»Das Thema Unified Communications wird oft nur unter den rein technischen Aspekten be-trachtet, dies ist jedoch nicht ausreichend«, so Fionn Schreiner, Junior Advisor bei der Exper-ton Group. Auch auf Prozessebene ist das Thema UC vorzubereiten: Die Experton Group empfiehlt in einem ersten Schritt die Kommuni-kationsinfrastruktur zu analysieren, dann die die wichtigsten Kommunikationstypen zu iden-tifizieren und schließlich pro Kommunikations-typ eine Standardinfrastruktur zu erarbeiten.
Die Technologien werden vor allem von Cisco und Microsoft vorangetrieben. Dabei spielen auf der Herstellerseite Zukäufe und Allianzen eine zentrale Rolle. Weitere wichtige Akteure sind IBM und Telekommunikationsausrüster wie Ericsson, Nortel, Motorola, Alcatel-Lucent oder Avaya. Welcher technologische Ansatz sich durchsetzen wird, ist derzeit noch völlig offen. Während Cisco eine netzwerkzentrische Sicht auf UC hat, gibt Microsoft einem soft-warebasierenden Modell den Vorzug. Auch ein dritter Ansatz wäre denkbar, so die Analysten. Eine sehr positive Entwicklung im Bereich IP-Kommunikationsnetze ist jedenfalls bei VoIP (Voice over Internet Protocol) zu verzeichnen.
Fazit: ITcollection setzt von Beginn an auf eine Komplettlösung die Telefonie und Netz-werk verbindet und so eine integrierte Kom-munikation ermöglicht. |