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BIOMETRIE IN DEUTSCHLAND

Explosionartiges Wachstum trauen Roland Berger Strategy Consultants und der Branchenverband Bitkom biometrischen Techniken zu.

Systeme um Menschen anhand körperlicher Merkmale wie Fingerabdruck, Gesichtsform, Iris, Stimme oder Handgeometriewaren im vergange-nen Jahr für einen Umsatz von 120 Millionen Euro gut. Bis 2010 soll sich der Markt auf 300 Millionen mehr als verdoppeln.

Die wichtigste Technologie bleibt das Finger-abdruck-Scanning. Außerdem soll der Markt-anteil der Gesichtserkennung von derzeit
22 Prozent auf dann 30 Prozent ansteigen.

Jörg Menno Harms, Vizepräsident des BitKom, sieht vor allem auf dem Bankensektor und im Einzelhandel Einsatzmöglichkeiten für Bio-metrie. Banken könnten die Authentifizierungs-verfahren beispielsweise bei Geldautomaten, Internet- und Telefonbanking oder dem kartenbasierten Zahlungsverkehr einsetzen. Im E-Commerce ließe sich außerdem die Identität von Online-Zahlungen überprüfen. Während Ausweise oder Paßwörter schnell vergessen, gestohlen oder gefälscht werden können, sind Fingerabdruck, Iris, Gesicht und Stimme untrennbar mit der Person verbunden.

Derzeit stellen knapp 100 deutsche Unterneh-men mit mehreren Tausend Beschäftigten biometrische Produkte her oder befassen sich mit der Systemintegration. „Die deutsche Biometriebranche genießt international einen guten Ruf und ist bei der Gesichtserkennung weltweit führend." sagt Harms. Da die Branche im internationalen Vergleich eher mittelstän-disch geprägt ist, mangele es häufig an Finanzmitteln für Forschung, Entwicklung und internationale Vermarktung. Laut BitKom
wäre zudem eine Bündelung der Forschungs-aktivitäten des Innen-, Wirtschafts- und Forschungsministeriums sinnvoll, um so Koordinationsprobleme zu vermeiden.


Quelle: Computerwoche 22/2007

Senkung von Sicherheitsrisiken

Vielversprechender Ansatz
– Iris-Erkennung
Die Entwicklung von biometrischen Verfahren erweist sich als ein vielversprechender Ansatz, neu entstandene Sicherheitsrisiken in elektronischen Geschäftsmodellen zu senken.

Sprunghafte Akzeptanz nach dem 
11. September 2001
Jedoch erst seit den Ereignissen vom Sep-tember 2001 ist die Akzeptanz biometrischer Verfahren sprunghaft angestiegen. An Flughäfen und Grenzstationen rüsten Regierungen digital auf. Personalausweise, Reisepässe und Visaanträge werden für Fingerabdruckerfassung ausgestattet. Gesichtserkennungssoftware findet sich auf Flughäfen im Einsatz.

Vielversprechende Möglichkeiten
Eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken befindet sich in der Entwicklung und An-wendung. Mit der sprunghaften Entwicklung neuer Authentifizierungsverfahren eröffnen sich neue vielversprechende Möglichkeiten, Geschäftsprozesse sicher und nutzungs-freundlich zu gestalten.

Unternehmen beginnen, ihre Zutrittskon-trolle in Produktionsanlagen und Büroräu-men mit Fingerabdruckerfassung, Iriser-kennung und Prüfung der Handgeometrie auszurüsten.

Iriserkennung am besten bewerten
Unter Einbezug der relevanten Literatur wird im Buch "Erfolgskriterien und Absatzchancen biometrischer Identifikationsverfahren" bei der Evaluierung der biometrischen Verfahren die Iriserkennung unter folgenden Kriterien am besten von allen Hauptverfahren bewertet:

  Einzigartigkeit
  Bedienungsfreundlichkeit
  Messbarkeit
  Genauigkeit
  Persistenz
  Universalität
  Sicherheit

Quelle: Geleitwort zum Buch: "Erfolgskriterien und Absatzchancen biometrischer Identifika-
tionsverfahren