Längst hängt der Erfolg heutiger Führungs-kräfte auch davon ab, wie intelligent sie moderne Digitaltechnik nutzen und in ihren Unternehmen einsetzen. Wir stellen junge Top-Manager vor und zeigen, wie sie auf der elektronischen Klaviatur spielen, um welt-weit und jederzeit "on the job" zu sein.
Ohne Hast zuckelte der Hausbote über den Firmenflur, schob sein Rollwägelchen vor sich her und verteilte - stets zu einem Schwätzchen aufgelegt - die aktuelle Post. Tag für Tag stapelten sich auf dem Schreibtisch von Achim Berg (43) Kundenanfragen, interne Mitteil-ungen und Arbeitsdokumente - ein Albtraum für den aufstrebenden Informatiker, der Pa-pierkram höchst lästig fand.
Wie in der Kölner Dependance des franzö-sischen Rechnerherstellers Bull, bei dem Berg seine Karriere startete, ging es Anfang der 90er Jahre in fast allen Unternehmen zu. Die Schneckenpost dominierte, das Fax galt als ultimative Beschleunigungsmaschine, das Handy war ein Privileg der Chefetage, und das Internet kannte keiner.
Für Berg, seit Februar Chef von Microsoft Deutschland, kam der Siegeszug von E-Mail, Handy, Web & Co. einem persönlichen | |  Virtueller Virtu-ose: Achim Berg (42), neuer Deutschland-Chef von Microsoft, schätzt Management by E-Mail.
Befreiungsschlag gleich. "Heute bin ich voll elektronisch organisiert, Papier ist bei mir so gut wie passé", schwärmt er.
Auch privat lebt der Vertriebsprofi total vernetzt. Vor drei Jahren ließ er sein Bonner Privathaus in einen Hightech-Tempel um-wandeln - von der biometrisch zu öffnenden Eingangstür bis hin zum handygesteuerten Garagentor. |